Elektrobusse stehen in Städten in den USA ungenutzt herum - hier ist der Grund

Städte von Küste zu Küste haben mit funktionsuntüchtigen E-Bussen zu kämpfen, die nicht repariert werden können

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Städte kämpfen mit funktionsuntüchtigen Elektrobussen

Dank Investitionen der Bundesregierung, der Bundesstaaten und der Kommunen wurden Tausende von Elektrobussen in den öffentlichen Verkehr in den USA integriert. Allerdings stehen viele Städte nun vor dem Problem von funktionsuntüchtigen E-Bussen, die nicht repariert werden können oder deren Reparatur zu teuer ist. Diese Situation führt zu Frustration bei den Verantwortlichen sowie einer Verschwendung von Steuergeldern.

In Asheville, North Carolina, stehen drei der fünf im Jahr 2018 gekauften E-Busse aufgrund von Softwareproblemen, mechanischen Problemen und fehlenden Ersatzteilen still. Ähnlich verhält es sich bei zwei der vier E-Busse des Mountain Metropolitan Transit in Colorado Springs. Diese Busse, die jeweils 1,2 Millionen Dollar kosten, wurden größtenteils mit staatlichen Zuschüssen finanziert.

Einer der Hauptfaktoren, die zu dem Problem beitragen, ist die Insolvenz von Proterra, dem Hersteller dieser E-Busse. Als größtes E-Bus-Unternehmen in den USA repräsentierte Proterra vor der Insolvenzanmeldung im August knapp 40% des Marktes.

Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen

Die Insolvenz von Proterra hat es den Städten äußerst schwierig gemacht, Ersatzteile für ihre E-Busse zu beschaffen. Jessica Morriss, kommissarische Verkehrsleiterin von Asheville, erwähnte, dass es seit der Insolvenzanmeldung von Proterra unmöglich war, Ersatzteile zu bekommen. Dieses Problem ist nicht einzigartig für Asheville; auch andere Städte wie Philadelphia und Stockton haben ähnliche Herausforderungen bei der Instandhaltung ihrer Proterra E-Busse erlebt.

Die mangelnde Verfügbarkeit von Ersatzteilen hat das Problem der funktionsuntüchtigen E-Busse verschlimmert, wodurch diese Fahrzeuge ungenutzt bleiben und finanzielle Verluste für die Städte verursachen. Einige Städte haben sogar den Kauf von rein elektrischen Bussen vorübergehend gestoppt und suchen stattdessen nach Hybridmodellen, bis sich die EV-Technologie verbessert.

Dennoch gibt es Hoffnung für die Zukunft. Die Transitbus-Division von Proterra wurde kürzlich von Phoenix Motorcars, einem in Kalifornien ansässigen Hersteller von mittelschweren Elektrofahrzeugen, aufgekauft. Phoenix Motorcars plant, Ersatzteile aufzustocken und Service-Techniker zur Verfügung zu stellen, um die unbrauchbaren Fahrzeuge reparieren zu lassen. Sie haben das Ziel, die Probleme der Kunden innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate zu lösen.

Fortlaufende Weiterentwicklung und Verbesserung der EV-Technologie

Trotz der Herausforderungen, mit denen Städte mit E-Bussen konfrontiert sind, ist Jose Paul, Chief Revenue Officer von Phoenix Motorcars, der Ansicht, dass die EV-Technologie weiterhin Fortschritte machen und sich verbessern wird. Er verglich die anfänglichen Probleme bei EVs mit der Unvollkommenheit von Henry Fords Model T, als es zum ersten Mal eingeführt wurde. Paul betonte, dass Proterras Busse mit jeder Generation besser geworden sind.

Phoenix Motorcars strebt danach, sich um jeden Kunden zu kümmern und die durch die Insolvenz von Proterra verursachten Probleme anzugehen. Sie haben bereits in den ersten acht Tagen seit dem Kauf der Transitbus-Division von Proterra bedeutende Fortschritte erzielt. Mit dem Engagement der Proterra-Mitarbeiter und ihrem Fokus auf Kundenzufriedenheit hofft Phoenix Motorcars, viele der Probleme innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate zu lösen.

In der Zwischenzeit erkunden Städte, die von funktionsuntüchtigen E-Bussen betroffen sind, alternative Optionen wie Hybridmodelle. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Bemühungen zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen fortzusetzen, während sie auf Verbesserungen in der EV-Technologie und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen warten.