Dank Musiala und Kane: Bayern ringt Wolfsburg nieder

Der FC Bayern München hat das Jahr 2023 mit einem Sieg beendet. Beim 2:1 (2:1) beim VfL Wolfsburg führte der Rekordmeister bereits komfortabel durch Jamal Musiala und ein Traumtor von Harry Kane, ließ den Gegner aber wieder rankommen.

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Müller untermauert wichtige Rolle beim FC Bayern

Über die Rolle von Thomas Müller war in den vergangenen Wochen enorm viel diskutiert worden. Unter Thomas Tuchel gehörte der Altstar in den meisten Fällen nicht zur ersten Garde - doch vor dem Spiel in Wolfsburg setzte der Verein mit seiner Vertragsverlängerung ein Zeichen, wie wichtig Müller für den FC Bayern ist. Und das untermauerte der Offensivspieler auch zum Abschluss des Fußballjahres.

Vorlagengeber Müller glänzt, aber Abschlussprobleme

Bei den ersten gefährlichen Szenen war Müller direkt beteiligt, zunächst fehlte ihm aber noch das Glück. Nach einem Solo von Leroy Sané schaffte es der Nationalspieler zweimal nicht, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Im Anschluss verfehlte Raphael Guerreiro nach Müllers Rückpass das gegnerische Tor (27.). Kurz darauf wurde es noch knapper, als Müller per Kopf die Latte traf (32.).

Als Vollstrecker scheiterte der 34-Jährige, dafür glänzte der erfolgreichste Vorlagengeber der Bundesliga-Geschichte wieder als eben solcher. Nur eine Minute nach seiner vergebenen Großchance flankte Müller punktgenau auf Jamal Musiala, der per Kopf das 1:0 für die Bayern erzielte (33.). Und auch das 2:0 bereitete er vor - wobei das Tor als alleinige Glanzleistung des Torschützen zu bezeichnen ist. Harry Kane nahm aus 22 Metern Maß und schlenzte den Ball mit seinem rechten Fuß in den Winkel (43.).

Wolfsburg kämpft, aber Bayern bleibt stabil

Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel komfortabel in Führung, aber kurz vor der Pause dann nachlässig. Das defensive Mittelfeld, in dem erneut Joshua Kimmich und Leon Goretzka fehlten, ließ Maximilian Arnold passieren, der seinerseits zeigte, dass er wie Kane über einen herausragenden Distanzschuss verfügt. Aus etwa 23 Metern erzielte der Wolfsburger Taktgeber den Anschlusstreffer und ließ Manuel Neuer keine Chance (45.+1).

Die Bayern schafften es zwar nicht, selbst wieder so dominant wie in der ersten Hälfte aufzutreten, aber immerhin überstanden sie den ersten Wolfsburger Schwung und konnten die Partie neutralisieren. Die Gastgeber rannten weiter an, kamen aber nicht mehr in die gefährlichen Räume. Weil München seine Konter aber auch nicht konsequent ausspielte, blieb die Partie offen.

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Bayern siegt, Wolfsburg enttäuscht

Doch die "Wölfe" nutzten die Gelegenheit, die ihnen die Bayern mit ihrem Blackout kurz vor der Pause und der dürftigen Leistung in der zweiten Halbzeit gaben, nicht. Bis zum Schlusspfiff war dem Team von Trainer Niko Kovac das Bemühen zwar anzumerken, die Qualität im letzten Drittel fehlte aber, um sich Chancen auf den Ausgleich herauszuspielen. Und so geht Wolfsburg mit einer Misere von drei Niederlagen aus den vergangenen vier Pflichtspielen ins neue Jahr.

"Es ist ärgerlich, dass man jetzt mit null Punkten hier steht", sagte Arnold nach der Partie am Sportschau-Mikrofon. "Das zweite Tor hat gefehlt. Solche Spiele kippen in so einer Phase, in der es nicht läuft, einfach nicht zu unseren Gunsten."

Für München endet 2023 dagegen erfolgreich, jedoch waren sie wie in den vergangenen Monaten weit weg von ihrer gewohnten Souveränität. Ein Umstand, der womöglich auch mit der angespannten Personallage zu tun hat.

"Wir sind müde", sagte Tuchel nach der Partie am Sportschau-Mikrofon. "Es war trotzdem eine gute Partie, gerade in der ersten Halbzeit. Wir mussten dann kämpfen und beißen und das ist dann auch mal erlaubt."