Cummins muss historische Strafe von 2 Milliarden US-Dollar für illegale Lkw-Emissionen zahlen

Cummins, einer der weltweit größten Motorenhersteller, hat sich bereit erklärt, eine Strafe von 2 Milliarden US-Dollar und andere Kosten zu zahlen, nachdem auf etwa einer Million Pickup-Trucks rechtswidrig Geräte installiert wurden, um Emissionsstandards zu umgehen. Die Einigung umfasst die bisher höchste zivile Geldstrafe in einem Fall nach dem Clean Air Act.

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Historische Geldstrafe und Sanktionen

Cummins Inc., ein führender Motorenhersteller, wird eine historische Strafe von 2 Milliarden US-Dollar und andere Kosten zahlen, nachdem er beschuldigt wurde, etwa eine Million Pickup-Trucks mit Geräten ausgestattet zu haben, die Emissionsstandards umgangen haben. Diese Verletzung betraf sowohl kalifornische als auch nationale Standards.

Die Einigung umfasst eine Geldstrafe von 1,675 Milliarden US-Dollar, was sie zur bisher höchsten zivilen Geldstrafe in einem Fall nach dem Clean Air Act und zur zweithöchsten Umweltstrafe in der Geschichte der USA macht. Von diesem Betrag gehen 1,48 Milliarden an die Bundesregierung und 164 Millionen an Kalifornien.

Zusätzlich zu den Geldstrafen wird Cummins auch 325 Millionen US-Dollar zur Finanzierung von Projekten im ganzen Land zahlen, darunter eine einmalige Zahlung von 175 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung von übermäßiger Luftverschmutzung in Kalifornien.

Rückruf und Reparatur von Fahrzeugen

Im Rahmen der Einigung ist Cummins verpflichtet, die Motorsoftware in etwa 630.000 Diesel-Pickup-Trucks der Marke RAM für die Modelljahre 2013 bis 2019 zurückzurufen und zu ersetzen. Das Unternehmen muss mindestens 85% dieser Fahrzeuge innerhalb von drei Jahren reparieren oder zusätzliche Strafen befürchten.

Die Geräte waren auch auf etwa 330.000 Modelljahren 2020 bis 2023 von Trucks installiert, die nicht von Rückrufen betroffen sind.

Cummins behauptet, bisher keine Hinweise auf vorsätzliches Fehlverhalten gefunden zu haben und bestreitet jegliches Schuldeingeständnis.

Umweltauswirkungen und Gesundheitsbedenken

Die illegalen Geräte, die auf Cummins-Lkw-Motoren installiert wurden, führten zu erheblichen Stickoxidemissionen, einem bedeutenden Beitrag zur Luftverschmutzung. Beamte der Umweltschutzbehörde EPA geben an, dass diese Emissionen gesundheitsschädlich sind und das Risiko von Herzinfarkten und Atemwegserkrankungen wie Asthmaanfällen erhöhen.

Assistant Administrator David M. Uhlmann des EPA-Büros für Vollstreckung und Compliance betonte, dass Cummins Gemeinden in ganz Amerika schädlicher Luftverschmutzung ausgesetzt hat.

Die Untersuchung der Verstöße von Cummins wurde von der EPA der USA und dem California Air Resources Board geleitet. Kalifornien hat aufgrund seiner Geschichte schwerwiegender Luftverschmutzung die Befugnis, eigene Emissionsstandards festzulegen.